COMEBACKSTAGE goes California

Hallo Rocker!

Nun bin ich eine Woche aus Kalifornien zurück und konnte meine Eindrücke halbwegs verarbeiten. Wenn man von einer Sache so überwältigt wird, dauert es manchmal eine Weile, bis man alles realisiert hat. So auch in diesem Fall. Aber dennoch möchte ich Euch ein bisschen davon erzählen. Eine große Bildergalerie mit allen Bildern findet Ihr am Ende des Artikels.

Vor fünf Jahren war ich im Januar 2013 zum ersten Mal in der Stadt der Engel – und habe an ihr mein Herz verloren. Dabei kann ich Euch nichtmal sagen wieso – damals war LA nur ein Zwischenstopp auf der Reise nach San Francisco… Ich war kaum enthusiastisch darüber, und doch wollte ich diesen Ort nachdem ich dort gewesen war, nie wieder verlassen. Es ist das ganze Feeling der Stadt, der „Vibe“. Ich fühle mich wie ein Teil der Stadt, passe perfekt in das gesamte Bild diesen Ortes, als wäre ich in Los Angeles einfach zuhause. Ja, ja ich weiß, dass das verrückt klingt. Aber ich wette, jeder von Euch da draußen hat „diesen einen Ort“.

Als vor einigen Monaten sehr günstige Flüge angeboten wurden, MUSSTE ich sofort buchen, keine Frage. Zwar war ich in der Zeit zwischen Buchung und der Reise nach Los Angeles auch noch in Marokko, Holland, Mexiko und vielen anderen Orten (die wundervoll waren!) unterwegs, und doch konnte ich bei all diesen Trips nur an eines denken: Ich würde bald wieder an meinen liebsten Platz der Welt zurückkehren.

Am 28. April ging es los. Die Anreise war mit vier Stopps nicht ohne: Berlin – Düsseldorf – München – Toronto – Los Angeles… Aber dank dem Star Alliance Gold Statutes meines reiseverrückten Freundes, ließen wir es uns in den Lounges bei dem ein oder anderen Drink und Snacks einfach gut gehen und freuten uns schon ungemein auf unser Ziel.

Am LAX angekommen ging es direkt weiter, um unseren Mietwagen abzuholen – wir hatten uns einen Ford Mustang Cabrio ausgesucht und konnten es kaum erwarten dieses Prachtstück zu fahren. Der Plan war, die Küste entlang in den Süden bis nach San Diego zu fahren. Wir machten in den nächsten Tagen an den schönsten Orten halt – Venice Beach, Long Beach, Huntington Beach, Newport Beach, Laguna Beach, Dana Point, La Jolla und und und… Hier konnte ich mal den ganzen Surfer-Beach-Vibe Kaliforniens kennenlernen, was beim letzten Mal nicht drin war, da wir uns nur im Stadtgebiet Los Angeles’ aufhielten und ohne Mietwagen unterwegs waren.

Die letzten Tage unserer Reise verbrachten wir auch wieder im Herzen von Los Angeles und genossen die Zeit in vollen Zügen. In&Out Burger am Venice Beach essen, den Verrückten und den Künstlern hier zuschauen, zufällig vor Hank Moodys Haus von Californication parken, den Sonnenuntergang hinter den Palmen beobachten… Der Venice Beach ist einfach ein unbeschreiblicher Ort, den jeder Mal im Leben besucht haben sollte.

An einem anderen Tag fuhren wir nach Malibu und träumten von einem dieser tollen Häuser mit direktem Strandzugang, unglaublicher Terrasse, Pool… Doch wenn man nicht gerade Pamela Anderson heißt und Millionen auf dem Konto hat, wird das vermutlich für immer ein Traum bleiben… Don’t Stop Believin’ und Dream On hin oder her… 😉 Hier haben wir übrigens, als wir anhielten um ein Foto von den berühmten Life-Guard-Hütten zu machen, einen Wal (vermutlich Blau-Grau- oder Buckelwal) springen sehen! Das war vielleicht ein Anblick! Auch nach Santa Barbara hat es uns getrieben – Kalifornien nach Bilderbuch!

Richtig verausgabt haben wir uns, als wir morgens um acht einen Hike machten, um HINTER das Hollywood-Sign zu gelangen. Uns kamen nur vereinzelt ein paar Supersportler entgegen, die auch echt fertig aussahen… Doch naja, wir dachten uns nichts dabei und gingen einfach weiter. Der Weg wurde schmäler und war eigentlich kein richtiger Weg mehr – wir durchquerten Hügel und stiefelten über Schutt und Steine, mussten uns über und unter Äste kämpfen und… wurden mit einem unglaublichen Blick belohnt! Je höher wir kamen, desto schöner wurde die Aussicht auf die Skyline der Stadt und ganz oben angekommen… Standen wir hinter dem Hollywood-Sign. Wirklich beeindruckend, das war auch den mehrtägigen Muskelkater in meinen Beinen und meinem Po definitiv wert. Gegen Abend besuchten wir noch die Kirche aus November Rain, die in einer etwas zwielichtigeren Gegend der Stadt gelegen und leer war. Es war ein einmaliges Erlebnis, in genau der Kirche zu stehen, die Millionen Rockfans kennen und mich schon immer so begeisterte. Dank dieses Musikvideos weiß ich auch schon seit Jahren ganz genau, wie mein Hochzeitskleid eines Tages aussehen soll.

Was darf bei einem Besuch in Los Angeles nicht fehlen? Richtig, ein Abend auf dem legendären und sagenumwobenen Sunset Strip. Zugegeben, es war seltsam ins Rainbow zu laufen und Lemmys leeren Platz zu sehen. Sein Hocker und Videospielmaschine standen unangetastet in seiner Ecke. Doch sie war diesmal leer. Einige Meter weiter befand sich Lemmys Bronzestatue und so tranken wir diesen Abend auf ihn. Wir schneiten noch am Viper Room, am Roxy und am Whiskey A Go Go vorbei und ich wurde glatt nostalgisch und musste mir vorstellen, wie unbeschreiblich GEIL die achtziger an diesem Fleckchen Erde gewesen sein müssen. Jeder kannte jeden, die Harleys und die Muscle Cars vor den Clubs geparkt… Die Groupies die innen schon warteten. Männer in engen Hosen mit langen Haaren und einen Hauch Kajal um die Augen. Ich konnte all diese Bilder vor meinem inneren Auge sehen.

Schweren Herzens stieg ich in den Flieger zurück nach Deutschland und wusste, dass dieser Abschied nicht für immer sein würde.

Ich wollte eigentlich gar nicht so viel erzählen, weil man das einfach erlebt haben muss… Aber wenn man mich mal lässt, könnte ich ewig über „meine Stadt“ philosophieren… Doch jetzt möchte ich die Bilder für sich sprechen lassen… Wenn Ihr sie  anklickt, werden sie übrigens vergrößert. Enjoy!

So long, Los Angeles. I remember you and I’ll be back soon, I promise.

Eure Ornella.
Long live Rock’n’Roll!

3 Kommentare Gib deinen ab

  1. Bettina sagt:

    Hach Ornella,
    Endlich ein Mensch der ähnlich empfindet wie ich… ich fühle mich auch immer fast wie zuhause wenn ich in L.A. bin und stecke dafür Häme ein. Dazu noch sooo tolle Fotos. Das macht L.A.-Weh -.-
    Schön dass du es dir dirt wieder so aufregend gestaltet hast und uns teilhaben lässt ❤

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    1. Liebe Bettina,

      schön zu hören, dass es anderen ähnlich geht! 🙂 Ist denn die nächste LA-Reise bei Dir schon geplant? Ich hoffe spätestens im Januar/Februar wieder rüberzufliegen. Im August geht es erstmal nach Spitzbergen und im September nach Kanada… Dann sind irgendwann auch meine Urlaubstage aufgebraucht… 😀

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