Santa Cruz – Katharsis Review

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Hallo Rocker!

Da viele von Euch begeisterte Leser von Plattenkritiken sind, möchte ich Euch mein neues Review zu Santa Cruz‘ „Katharsis“ nicht vorenthalten. Es viel mir schwer, über dieses neue Album zu schreiben, da ich diese finnische Band in der Vergangenheit sehr zu schätzen wusste und ihre Musik wirklich mochte. Ja, mochte.

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Katharsis bedeutet die psychische Reinigung durch Ausleben innerer Konflikte und verdrängter Emotionen: und davon hat(te) Sänger und Gitarrist von Santa Cruz, Archie Cruz, in letzter Zeit mit Sicherheit einige. Nachdem seine Bandmitglieder ihn während der US-Tourmit Fozzy aus dem Tourbus geworfen hatten (HIER geht’s zum Artikel), gingen die Finnen im Anschluss getrennte Wege. Kurz danach schwor Gründungsmitglied Archie jedoch „The saga ain’t over yet“ und zog für einige Zeit nach Las Vegas um. Hier arbeitete er gemeinsam mit Kane Churko (Five Finger Death Punch, Ozzy Osbourne, Papa Roach) im Hideout Recording Studio am neuen Album der Band. Die Lieder handeln sowohl vom Wiederaufbau der Band – hier rechnet er knallhart mit Johnny, Middy und Taz ab – als auch von klassischen Beziehungsproblemen.

Eines noch vorweg: „Katharsis“ ist von dem, was Santa Cruz ausgemacht haben, verdammt weit weg. Es ist modern und anstatt im Sleaze- eher im Indie-Bereich angesiedelt. Das beginnt direkt mit dem ersten Song des Albums „Changing Of Seasons“ – es beinhaltet einige Screamelemente und klingt sehr poppig, ebenso wie „Bang Bang (My Worst Enemy)“ und „True Believer“. Meiner Meinung nach fehlt es den Songs an musikalischer Tiefe, auch wenn die Lyrics durchweg gut verfasst sind. Archies Stimme kommt auf „Katharsis“ nicht so zur Geltung wie sie es könnte. Sowohl „Tell Me Why“ als „Smoke Signals“ sind hingegen solide, catchy Songs. Meine Favoriten auf der Platte sind „Testify“ und „Salvation“. Von den Achtzigern, die Santa Cruz einst prägten, ist auf dem neuen Album nichts außer dem letzten Lied übrig. Hier wurde nämlich der Klassiker „Time After Time“ von Cyndi Lauper gecovert.

Alles in allem ein viel zu modernes, poppiges Album welches zeigt, dass die goldenen Zeiten von Songs wie „Aiming High“ lange vorbei sind. Santa Cruz hat nicht nur drei hervorragende Bandmitglieder, sondern auch ihre Seele verloren. Bis auf die Tatsache, dass Archie Cruz noch als Frontmann fungiert, ist nichts mehr so wie es einmal war.

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Ich frage mich, ob es vielleicht nicht zum Teil auch am Produzenten liegt, der eher zu moderneren Bands und Sounds passen würde, als zu Santa Cruz. Vielleicht kann ja Hannes Braun, Frontmann von Kissin‘ Dynamite und talentierter Produzent, den Jungs beim nächsten Mal  unter die Arme greifen? 😉

Eure Ornella.
Long live Rock’n’Roll!

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P.S.: Alles rund um Santa Cruz findet Ihr HIER.

 

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