Freedom Call Interivew Chris Bay

Hallo Rocker!

Es gibt wieder neues Material für Euch! 😉 Wie vielleicht einige von Euch wissen, war Chris Bay von Freedom Call der erste Musiker, den ich für COMEBACKSTAGE vor dem Mikro hatte. Das ganze war im Sommer 2015. Jetzt, einige Jahre und Gespräche später, haben wir Mal wieder gequatscht.

Freedom Call – mit M.E.T.A.L. zum Erfolg

Freedom Call feiern doppelt: Im Jahre 1999 erschien mit „Stairway to Fairyland“ das Debüt der Nürnberger Band um Chris Bay – die Band besteht bereits seit über 20 Jahren. Und sie sind so erfolgreich wie nie! Mit M.E.T.A.L. – dem zehnten Album – steigen direkt auf Platz 24 der deutschen Album-Charts ein. Wir haben mit Sänger Chris Bay gesprochen. Das Line-Up von Freedom Call ist ein Neues, wie kam es dazu? „Na ja, es gibt nun mal wichtigere Sachen im Leben als mit einer Rockband durch das Land zu ziehen. Da gehen persönliche und familiäre Entscheidungen einfach vor. Dann haben wir so respektiert.“, erklärt Bay. Doch wie fühlt es sich an, mit neuen Gesichtern auf der Bühne zu stehen? „Sehr, sehr gut. Wir konnten ja schon einige Festivals im Sommer zusammen spielen und es fühlt sich eigentlich an, als wären wir schon eine Ewigkeit in der Formation am Start. Francesco unser neuer Bassist, und Timmi unser neuer Drummer, haben sich sensationell gut in das Line-Up eingefühlt. Beide haben schon lange unsere Musik mitverfolgt und wissen genau worum es geht. Wir sind absolut happy, nicht nur begnadete Musiker, sondern auch Freunde gefunden zu haben.“ Und Gründe um glücklich zu sein, gibt es noch mehr. Mit „M.E.T.A.L.“ sind Freedom Call auf Platz 24 so hoch wie noch nie in die deutschen Album-Charts eingestiegen – seid ihr happy? Wie habt Ihr diesen enormen Erfolg gefeiert? „Ja, wir sind überglücklich. Nicht, weil es eine bestimme Platzierung in den Charts, sondern weil es ein tolles Zeichen ist, dass uns die Leute anscheinend mögen. Und glaube uns, wir haben nicht nur einmal gefeiert! In unserer Heimatstadt Nürnberg konnten wir wieder, schon fast traditionell, im „Rockcafe Brown Sugar“ unsere Releaseparty gebührend feiern. Da kamen unsere Freunde sogar aus Schweden, Niederland, Frankreich, Tschechisch Republik und mehr. Es war überwältigend.“

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20 Jahre Bandgeschichte und 10 Alben später sind Freedom Call also noch immer da und begeistern die Fans – was ist Euer Geheimnis? „Wir werden einfach nicht älter. Zumindest was die Vernunft und Reife anbetrifft.“, grinst Chris. „Die Zeit rennt einfach so weg, gerade wenn man sehr beschäftigt ist. Da empfindet man die 20 Jahre gar nicht als solches. Aber sicherlich zählt da eine kontinuierliche und harte Arbeit, an einer Vision und Leidenschaft. Aus finanziellen Gründen wird man garantiert nicht Metal-Musiker.“

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Lass uns einen Blick auf die Lieder werfen – was hat es mit dem ersten Song der Platte „111 – the Number of the Angels“ auf sich? „Seit ein paar Jahren erscheint mir die Zahl„1“ extrem und auffällig oft. Sei es auf der Autobahn auf dem Weg zu einer Show auf der einzigen Verkehrsüberwachungstafel, welche 11:11 Uhr anzeigt, oder meinem Hotelzimmer mit der Nummer 111. Auch unsere Bandmitglieder sind jedes Mal schon fast ein wenig beängstigt, da es wirklich sehr oft passiert. Das war ein Grund für mich, das zu eruieren. Hinter der Zahl 1 steht in der Esoterik das Licht, das passt ja schon Mal gut mit Songs wie „Land of Light“ oder „Master of Light“ gut zusammen. Ebenso haben solche „Lichtmenschen“ an einem Tag Geburtstag, welcher eine 1 enthält. Mein Geburtstag ist der 10. Zu guter Letzt ist die Kombination 111 die Nummer der Engel, das passt doch mehr als „Arsch auf Eimer“ zu Freedom Call. Im Übrigen bin ich ansonsten absolut kein esoterischer Mensch.“ Doch hast Du eine besondere Verbundenheit zum Thema Engel? „Eigentlich habe ich die gar nicht. Aber ich mag Engel. Allein die Vorstellung, dass jeder einen solchen zum Schutz um sich hat, finde ich ganz cool. Und in vielen Sprachen klingt das Wort „Engel“ immer toll.“

In „One Step Into Wonderland“ sprichst Du davon, dass die Engel uns den Weg zum Wonderland zeigen werden – wo befindet es sich und was erwartet uns da? „Natürlich sollte man unsere Texte nicht direkt übersetzen, sondern versuchen zwischen den Zeilen zu lesen. Es klingt erst einmal sehr hochtrabend, wenn Engel einem den Weg zum Paradies zeigen. Aber zwischen den Zeilen ist einfach das gemeint, dass wir unseren Gefühlen und unserem „Bauchgefühl“ folgen sollen, wenn wir uns wohl fühlen wollen. Alle Zwänge und auferlegte Planungen lenken uns von dem eigentlichen Ziel ab… zufrieden zu sein. Zu viele Menschen verbringen ihre wertvolle Lebenszeit mit dem Drang, Erfolg und Geld zu haben. Reich sind die Menschen, die glücklich sind.“

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Wann können Fans diese Songs live erleben? „Wir freuen uns schon wie Bolle auf die anstehende Tour, welche Ende September in unserer Heimatstadt Nürnberg startet. Wir werden erst einmal quer durch Europa ziehen und freuen uns darauf, die neuen Songs von unserem gerade erschienenen Album „M.E.T.A.L.“ vorzustellen. Das wird ein Fest. Natürlich wollen wir mit dem Album auch andere Kontinentebesuchen und wie mit dem Vorgängeralbum eine Welttournee ansetzen. Die Tour wird sich weit in das Jahr 2020 fortsetzen und wir haben schon einige Clubs, welche aus allen Nähten platzen werden.”, freut sich der Frontmann.

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Du bist super in Form – hälst Du Dich an einen strikten Ernährungsplan, machst Du viel Sport oder sind es einfach die guten Gene? „Oh, vielen Dank für das Kompliment. In der Tat ernähre ich mich sehr bewusst und was gerade in den letzten Jahren in Diskussion und Trend gekommen ist, hatte ich bereits viele Jahre vorher intuitiv praktiziert. Da geht es um Ernährungstheorien wie beispielsweise Intervallfasten. Ich esse einfach dann etwas, wenn ich Hunger habe, ganz einfach. Und dann Sachen, welche natürlichen Ursprungs sind. Also, kein Fast- oder Convenience Food.“

Was steht noch auf Deiner Bucket-List als Musiker? Wo würdest Du Freedom Call noch gerne sehen? „Dass wir natürlich aufgrund meiner 1er Affinität ein 11. Studioalbum machen müssen, ist ja klar. Ich bin eigentlich kein Mensch, der immer alles vorplanen muss. Demnach lasse ich das ganz entspannt auf mich zu kommen. Es läuft ja eh immer alles anders als geplant. Auf jeden Fall macht mir der ganze Zirkus noch unfassbar viel Spaß und ich freue mich auf nächste tolle Jahre mit neuen Alben und Tourneen.“

Eure Ornella.
Long live Rock’n’Roll!

P.S.: Alles rund um Freedom Call findet Ihr HIER.

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